Kennt Ihr schon
New Swedish Design? Nein? Hinter
New Swedish Design verbirgt sich ein junges, deutsches Start-up, das Möbel-Apps (Möbel-Apps? Sehr coole Wordkombination, mag ich :-)) für Ikea Möbel entwickelt und verkauft. Wie kommt man auf eine solche Idee, was steckt dahinter?
Oliver Götze von New Swedish Design hat mir Rede und Antwort gestanden.
Die Idee zu dem Online-Shop entstand...
...bei der Beschäftigung mit IKEA-Möbeln, die ich seit meiner Studentenzeit umgebaut habe. Irgendwann einmal fehlte dann halt was. Zuerst war es ein passender CD-Einsatz für das Expedit Regal von IKEA, denn die CDs sollten nicht nach hinten durchrutschen, was bei einem „normalen“ CD-Kreuz der Fall ist. Dann brauchte ich einen Monitorständer; dieser sollte nicht aus Kunststoff sein und zu meinem IKEA Schreibtisch Galant passen. Da es diese Produkte bei IKEA in dieser Form nicht gab, fing ich an diese Dinge selbst zu entwerfen und dann kam eins zum anderen.
Das Konzept von New Swedisch Design ist...
Ergänzungsprodukte (Möbel Apps) für IKEA-Möbel zu entwickeln, die einen Mehrwert bieten und mit denen vorhandene Schätzchen „aufgemöbelt“ (ich glaube, das ist das perfekte Wort dafür ;-)) werden können. Jeder kennt das Billy oder Expedit Regal und genau für diese Toprunner-Produkte bieten wir Lösungen, die von IKEA selbst nicht angeboten werden. Viele Produkte, auch für andere IKEA-Serien, sind noch in der Mache und werden Schritt für Schritt in unser Angebot aufgenommen. Da wir keine riesige Entwicklungsabteilung haben, brauchen wir halt etwas mehr Zeit dafür.
Die Möbel und Accessoires kommen ...
…zum größten Teil aus Thüringen, Bayern und Sachsen. Die meisten unserer Produkte sind Eigenentwicklungen „Made in Germany“. Natürlich kommen wir so nicht auf die kleinen Preise des großen Schweden, aber wir leben „Fair Trade“ in Reinkultur, denn die kleinen Tischlereien, die unsere Produkte herstellen, werden fair bezahlt und die Transportwege sind kurz. Außerdem ist so die Kommunikation ziemlich unkompliziert und es kann glaube ich auch nicht schaden, die regionale Wirtschaft zu fördern, denn schließlich sitzen wir alle auf dem gleichen Ast, solange wir nicht auswandern. Es gibt aber auch zugekaufte Produkte, die unserer Ansicht nach gut in das Sortiment passen, wie z. B. der Charging Charlie Handy-Kabelhalter, der seit letzter Woche meinen Galant-Schreibtisch ziert.
Mein Lieblingsprodukt ist...
…und bleibt das
Armlehnen-Tablett Thale. Es ist einfach superbequem lang gestreckt auf einem Sofa zu sitzen (natürlich ist das Sofa von IKEA), die Beine auf einem davor befindlichen Hocker zu legen und ohne irgendeine Oberkörperbewegung das Glas Rotwein zu erreichen. Dank der patentierten Unterseite kann das Tablett nicht kippen und sitzt stabil auf der Armlehne, was man bei unserem
Stress-Test auch gut erkennt. Gerade für kleine Räume ist das Armlehnen-Tablett ideal, weil man sich so einen Sofa-Tisch spart, auf dem meist eh nichts liegt. Wir arbeiten schon an einer Weiterentwicklung, die auf alle!!! IKEA- und auch andere Sofas passen wird.
Für die Zukunft ist geplant ....
…noch mehr den Bereich „Designer werden“ auszubauen, um letztendlich den Kunden entscheiden zu lassen, welches Produkt wir entwickeln sollen. Außerdem wollen wir kundenspezifische Lösungen für Geschäftskunden anbieten, da auch sehr viele Büros, Praxen, Studios und Verkaufsräume mit IKEA-Möbeln ausgestattet sind. Jeder Geschäftskunde hat dabei andere Anforderungen, die völlig unterschiedlich ausfallen können. Gerade haben wir ein Büro mit Schreibtischaufsätzen für zwei Monitore ausgestattet, damit die Mitarbeiter an zwei Bildschirmen gleichzeitig arbeiten können. Ein anderes interessantes Beispiel ist der Einsatz unserer Flascheneinsätze in der
Physiotherapie Galert. Hier wurden die Einsätze nämlich einfach als Gäste-Handtuch-Spender umfunktioniert. Da wir mit professionellen und flexiblen Tischlereien zusammen arbeiten, können wir so ziemlich alles, was mit Holzwerkstoffen zu tun hat, bis hin zum kompletten Ladenbau, realisieren.
Meinen eigenen Einrichtungsstil würde ich beschreiben als...
…praktisch und modern. Schon vor meiner Ausbildung zum Ingenieur war es mir ein großes Anliegen Dinge zu verbessern, um den Umgang damit zu erleichtern. Ich mag gutes Design und neue Ideen, aber sie dürfen nicht unzweckmäßig sein. Ich schaue die Möbel ja nicht nur an, sondern benutze sie auch. Obwohl IKEA der Riese unter den Massenmöbel-Herstellern ist, wird das Ziel, gutes Design mit praktischem Nutzen zu kombinieren, nie außer Acht gelassen. Genau aus diesem Grund bin ich bekennender IKEA-Fan und Heavy User :).
Mein persönliches Lieblingsmöbelstück...
…ist das Ekeskog-Sofa, welches leider nicht mehr gebaut wird. Es ist das bequemste Sofa, was ich kenne, weil es hohe Rückenlehnen und eine große und breite Sitzfläche hat. Außerdem lässt es sich problemlos auseinander schrauben, so daß man es allein transportieren kann.
Vielen Dank an Oliver, für die ausführliche Beantwortung meiner Fragen. Und Oliver hat nicht nur fleissig geantwortet, sondern auch ein Giveaway für Euch zur Verfügung gestellt und zwar das
Schwedenlicht fürs Billy Regal. Ich bin ja ein großer Billy Fan und finde die kugelrunde Leuchte ganz entzückend! Das Billy Regal ist seit über 30 Jahren ein Klassiker bei Ikea und hat es sogar in das Buch der Klassiker von Schöner Wohnen geschafft. Zu Recht wie ich finde und das Schwedenlicht ist eine tolle App dafür! Was Ihr tun müsst? Na einen Kommentar hinterlassen und wie immer möchte ich natürlich etwas von Euch wissen - habt Ihr ein Billy Regal, wo steht es und was ist drin? Ich freu mich auf Eure Kommentare, die Ihr bis Montag den 10. Juli 2012 23:59 Uhr hinterlassen könnt und drück Euch die Daumen! Ach ja und die Jungs von New Swedish Design freuen sich natürlich über Euren Besuch -
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